Der Garten im Januar

Die dunkelste Zeit des Jahres ist überwunden. Die Tage werden wieder länger, und mit jedem Tag wird das Jahr heller. Seinen Namen hat der Januar von Janus, dem römischen Gott des Eingangs und Ausgangs. Früher hieß der Januar in unseren Gegenden einfach „Wintermonat“.

Der Januar ist geprägt nach der Sehnsucht nach dem Licht der Sonne. Viele Feste werden in den alten europäischen Kulturen in diesem Sinne gefeiert. Bei den Griechen beispielsweise am 5. und 6. Januar das Kore-Fest. Kore ist die jungfräuliche Göttin des Korns. Wenn das Korn auch noch in der Erde schläft – mit der erstarkenden Sonne wird es erwachen und zur Fülle heranwachsen. Der Garten liegt nun unter einer weißen Decke des Schnees und schlummert dem Frühling entgegen. Trotzdem – auch jetzt hat der Gartenfreund einiges zu tun:

  • Die ruhige Zeit ist günstig, um sich eine eventuelle Neugestaltung des Gartens oder gewisse Änderungen zu überlegen. Man kann Gartenbücher lesen und sich dabei auf den Frühling freuen und bereits einen Anbauplan erstellen.
  • Die Gartengeräte bedürfen einer Überprüfung, bevor die Gartensaison anbricht. Sie brauchen, wie alle Geräte, die gute Dienste leisten sollen, ein gewisses Maß an Pflege.
  • Bei frostempfindlichen Pflanzen, die im Garten überwintern, sollte man öfters die Abdeckung überprüfen. Wenn viel Schnee fällt, sind die Obstbäume dankbar für das Abschütteln der Schneelast von den Ästen.
  • An milden Tagen gegen Ende des Monats kann man bereits die Ziergehölze zurückschneiden.
  • Kalk und Kompost auf dem Acker streuen.
  • Stehen mehrjährige Balkonpflanzen im Winterlager im Haus, sollte man von Zeit zu Zeit überprüfen, ob sie genug Licht bekommen und nicht zu feucht stehen.
  • In der zweiten Monatshälfte kann man in manchen Gegenden schon beginnen Salat, Saatzwiebeln, Sommerlauch, Weißkohl, Spitzkohl, Wirsing, Rotkohl und Kohlrabi im Mistbeet auszusähen.
  • Chicoree zum Treiben ansetzen, Schnittlauch zum Treiben eintopfen.
  • Schutzdecke bei überwinterndem Gemüse kontrollieren und bei mildem Wetter lüften.
  • Wenn der Schnee unsere Erde bedeckt hat, denken wir auch an unsere gefiederten Freunde, die für unsere Futterhilfe sehr dankbar sind.

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