Der Garten im Januar

Die dunkelste Zeit des Jahres ist überwunden. Die Tage werden wieder länger, und mit jedem Tag wird das Jahr heller. Seinen Namen hat der Januar von Janus, dem römischen Gott des Eingangs und Ausgangs. Früher hieß der Januar in unseren Gegenden einfach „Wintermonat“.

Der Januar ist geprägt nach der Sehnsucht nach dem Licht der Sonne. Viele Feste werden in den alten europäischen Kulturen in diesem Sinne gefeiert. Bei den Griechen beispielsweise am 5. und 6. Januar das Kore-Fest. Kore ist die jungfräuliche Göttin des Korns. Wenn das Korn auch noch in der Erde schläft – mit der erstarkenden Sonne wird es erwachen und zur Fülle heranwachsen. Der Garten liegt nun unter einer weißen Decke des Schnees und schlummert dem Frühling entgegen. Trotzdem – auch jetzt hat der Gartenfreund einiges zu tun: Der Garten im Januar weiterlesen

Ein kleiner Vers

In meinem kleinen Garten, da bin ich zu Haus,

da plag und mühe ich mich Tag ein Tag aus,

all was ich ihm gebe, gibt er mir zurück

und dies bedeutet für mich höchstes Glück;

ich liebe meinen Garten und schätze ihn sehr

und gebe denselben meinen Lebtag nicht wieder her.

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Wenn es nur schöne Dinge gäbe,

nie könnten wir es als gut erkennen.

Wenn nur Dinge geschehen würden, die angenehm sind,

würden wir das nicht zu schätzen wissen.

So stehen wir in unserem Garten in der Sonne

und manchmal im Schatten. Beides ist wichtig.

Gründungsjahr 1919 (Morgenrot 1923 / Gleichheit 1963)