Der Garten im Februar

Viele Gesichter hat der Februar: Faschingsmonat mit seinem lauten Treiben, das ursprünglich die Unholde des lebensfeindlichen Winter vertreiben sollte. Karneval und Mummenschanz unterscheiden sich heute kaum noch vom „Fasching“, haben aber eine ganz andere Wurzel – die römische Patronin der Liebeslust, Juno Februata. Von ihr hat auch der Februar seinen heutigen Namen, denn ihr zu Ehren wurden im alten Rom in diesem Monat stets orgiastische Festlichkeiten veranstaltet.

Warme Mistbeete sind die idealen Frühbeete. Man hebt dafür eine rund 60 cm tiefe Grube aus und verteilt auf dem Boden eine dünne Laubschicht. Darauf wird eine 40 cm dicke Schicht aus frischem Pferdemist gepackt und leicht angetreten. Diese Grube deckt man mit Fensterglas ab und lässt sie einige Tage ruhen. Dann wird der Mist kräftig angetreten und wieder eine Laubschicht eingestreut. Darauf kommt eine 15 cm dicke Schicht aus Pflanzenerde und die Grube darf wieder einige Tage rasten. Danach kann man die Pflanzen einsetzen oder aussäen. Aber: Bis zu einer sicheren Witterung müssen die Fensterscheiben abends mit Brettern oder Strohmatten abgedeckt werden. Der Garten im Februar weiterlesen

Ein kleiner Vers

In meinem kleinen Garten, da bin ich zu Haus,

da plag und mühe ich mich Tag ein Tag aus,

all was ich ihm gebe, gibt er mir zurück

und dies bedeutet für mich höchstes Glück;

ich liebe meinen Garten und schätze ihn sehr

und gebe denselben meinen Lebtag nicht wieder her.

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Wenn es nur schöne Dinge gäbe,

nie könnten wir es als gut erkennen.

Wenn nur Dinge geschehen würden, die angenehm sind,

würden wir das nicht zu schätzen wissen.

So stehen wir in unserem Garten in der Sonne

und manchmal im Schatten. Beides ist wichtig.

Gründungsjahr 1919 (Morgenrot 1923 / Gleichheit 1963)