Der Garten im Juli

Mit den immer höher kletternden Temperaturen steigt auch der Durst der Pflanzen im Garten. Gegossen wird aber vorwiegend am Abend, damit der Boden das belebende Nass auch ausreichend aufnehmen kann.

  • Jetzt werfen die Obstbäume kranke und überzählige Früchte ab (Juni-Fall oder auch T-Form-Fall). Sie sollten gleich aufgesammelt werden, denn die darin lebenden Insektenlarven kriechen in den Boden. Dort überwintern sie und befallen die Bäume im nächsten Jahr erneut.
  • Seit Johanni (24. Juni) ist die Spargel und Rhabarberernte zu Ende. Beide Pflanzen sollten nach der Ernte eine Kopfdüngung erhalten (Pflanzenjauche bzw. Stalldung), damit sie sich wieder erholen können.
  • Die Erdbeerzeit geht nun zu Ende. Besonders gute Mutterpflanzen werden markiert, um von ihnen für das neue Erdbeerbeet Jungpflanzen abnehmen zu können. Das Erdbeerlaub wird bis auf die Herzblätter zurückgeschnitten, alle überflüssigen Ranken entfernt. Alte Pflanzungen benötigen nach der Ernte eine kräftige Nährstoffversorgung mit Kompost und organischem Dünger.
  • Brennesseln liefern einen erstklassigen biologischen Dünger. In 20 l Regenwasser setzt man zwei kg Brennesseln in einer Plastiktonne, die man abdecken kann an. Die Abdeckung darf nicht luftdicht sein. Nach wenigen Tagen setzt die Gärung ein. Ab diesem Zeitpunkt muss die Jauche des öfteren umgerührt werden. Je nach Außentemperatur ist die Jauche in 2 bis 4 Wochen fertig ausgegoren und steht als Dünger für Blumen und alle stark zehrenden Gemüse zur Verfügung. Die Jauche wird mit Wasser ca. 1:20 verdünnt. Gegossen wird damit nur der Wurzelbereich.
  • Weiterhin benötigen die Tomaten unsere stetige Obhut. Die Seitentriebe (Geiztriebe) werden entfernt (ausgegeizt) damit der Haupttrieb kräftiger wird und die bereits angesetzten Früchte mehr Nahrung bekommen. Nach ca. 5 Blütenansätzen wird der Haupttrieb gekürzt. Die Früchte der weiteren Blütenansätze reifen nicht mehr aus, nehmen aber der Pflanze unnötig Kraft. Auch die Tomaten lieben jetzt noch eine Düngung mit Brennesseljauche.
  • Seit Ende Juni hat die Zucchiniernte begonnen. Wer bis zu den ersten Nachtfrösten im Herbst diese Früchte ernten will, sollte für ausreichend Feuchtigkeit und Düngung mit Pflanzenjauche sorgen.
  • Die Frühkartoffeln sind bereits geerntet, die Beete können für eine Nachfrucht z. B. für den Anbau von Grünkohl vorbereitet werden. Dieser Winterkohl ist bescheiden in seinen Ansprüchen, bietet aber einen besonders hohen Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen. Das Beet sollte vor der Pflanzung mit Kompost und organischem Dünger versorgt werden.
  • Bereits abgeerntete Beete, die für eine Nachfrucht nicht benötigt werden, sollten mit Gründünger eingesät werden, damit sie nicht austrocknen. Der Gründung wird im Herbst untergegraben.
  • In diesem Monat werden auch Johannis- und Stachelbeeren geerntet. Nach der Ernte werden die Sträucher zurückgeschnitten. Stehen bleiben die 1 – 2-jährigen Zweige, an denen sich für das nächste Jahr die Blütenknospen bilden. Wo der Stachelbeermehltau verbreitet ist, müssen vor allem die Triebspitzen bis ins gesunde Holz eingekürzt werden, denn in diesem Teil der Zweige überwintern die Pilze. Als Mischkultur sollten Stachelbeeren abwechselnd mit Johannisbeeren gepflanzt werden.
  • Unter Gründüngung versteht man den Anbau einer Frucht, die nicht geerntet, sondern vor der Reife untergegraben wird. Besonders dazu geeignet sind Schmetterlingsblütler, wie Lupinen, Serradella, Erbsen, Bohnen, Pferdebohnen und Wicken. Diese Pflanzen bilden an ihren Wurzeln kleine Knöllchen, die von einer Bakterienart gebildet werden. Sie sind fähig Stickstoff aus der Luft aufzunehmen und zu speichern. Nach dem Absterben der Knöllchen verbleibt der Stickstoff im Boden. Durch die Verwesung der oberirdischen Pflanzenteile wird dem Boden auch Humus zugeführt. Für leichte Böden sind Lupinen am besten geeignet. Ausreichend für 1 m² sind ca. 15 g. Erbsen sind für alle Böden geeignet. Die Aussaat erfolgt gleich nach einer Frühernte bis Ende Juli. Vor Frostbeginn im Herbst werden die Pflanzen niedergetreten und dann untergegraben.

Noch mögliche Arbeiten

Aussaat im Freiland

  • Buschbohnen
  • Chinakohl
  • Eichblattsalat
  • Feldsalat
  • Knollenfenchel
  • Kohlrabi und Kopfsalat für Herbstanbau unter Glas
  • Radies und Rettich
  • Spinat zur Herbsternte

Pflege und Arbeitsschutz

  • Tomaten ausgeizen und anbinden.
  • Bewässerung, Lockerung und Kopfdüngung.
  • Bekämpfung von Blattläusen, Blattfleckenkrankheit an Gurken, Kohlfliege, Kohlweißling, Kraut- und Braunfäule an Tomaten, Mehltau an Schwarzwurzeln, Rettichfliege, Spargelkäfer, Spinnmilben und Nacktschnecken.

Ernte

  • Zucchini
  • Gurken
  • Tomaten
  • Blumenkohl und Brokkoli
  • Buschbohnen
  • Erbsen
  • Kohlrabi
  • Salatsorten
  • Lauchzwiebeln
  • Puffbohnen
  • Zuckermais
  • Stachel- und Johannisbeeren
  • Himbeeren

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